© Andre Bonn - Fotolia.com

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Für viele Familien in Deutschland gibt es an Sonntagabenden seltenst Diskussionen über die Wahl des abendlichen Fernsehprogramms. Denn wenn im ersten Fernsehprogramm um Viertel nach Acht das weisse Fadenkreuz über einem menschlichen Auge erscheint ist es wieder Zeit für den Tatort.

Die Kriminalreihe erfreut sich auch noch nach über 40 Jahren in der sie schon über die deutschen Fernsehschirme flimmert äußerster Beliebtheit bei Jung und Alt.  Der Tatort ist die am längsten laufende und (vertraut man auf die Einschaltquoten) auch beliebteste Kriminalserie Deutschlands.

Sie kann als direkter Nachfolger der “Stahlnetz-Krimis” gesehen werden. Gunter Witte entwickelte das Konzept für die Serie, welches vorsah den finanziellen Aufwand, den eine große Krimireihe bedeutete auf die verschieden regionalen ARD-Anstalten zu verteilen. Diese Anstalten sollten jeweils Folgen produzieren, die in ihrem eigenen Sendegegebiet spielen.

Die erste Folge vom Tatort wurde am 29. November 1970 unter dem Titel “Taxi nach Leipzig” ausgestrahlt. Walter Richter mimte den Kommissar Trimmel. Überhaupt ist der Kommissar der zentrale Angelpunkt einer jeden Folge. Die Entwicklung der Charaktere, die über viele Folgen in ihren jeweiligen Städten ermittelt wird in Nebenplots ständig voran getrieben. Die Handlung wird realitätsnah und vorstellbar gehalten. In den meisten Folgen wird versucht Emotionen wie Hass, Verzweiflung, Misstrauen filmisch umzusetzen, um eine starke emotionale Reaktion im Zuschauer auszulösen, die Spannung aufbaut. 

In vielen Folgen werden aktuelle gesellschaftliche Probleme aufgegriffen . So wird dem Tatort mittlerweile eine ausserordentliche gesellschaftspolitische Bedeutung zugeschrieben, die sogar geisteswissenschaftlich untersucht wurde. 

Die Handlungsorte der Reihe sind über ganz Deutschland verstreut, meistens spielen sie aber in Großstädten. Schauplätze sind unter anderem München, Hamburg, Köln, Berlin oder Münster. 

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