© ThorstenSchmitt - Fotolia.com

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George Clooneys vierter Film läuft bald in den Kinos an: Das Politiker-Drama “The Idles Of March”, zu Deutsch “Tage des Verrats” orientiert sich an dem Drama “Farragut North” von Beau Willimon. Hinter der Story rund um einen 30-jährigen Politiker-Berater namens Meyer, der einen Kanditat der Demokraten namens Mike Morris, gespielt von Clooney selbst, für das Weiße Haus fit machen muss, versteckt sich Kritik am optimistischen und kritisierten amerikanischen Wahlkampf, wie er zuletzt im Jahr 2008 bei der Wahl Barack Obamas zu beobachten war: Dieser charismatische Politiker versprach eine bessere Zukunft, setzte von seinen großen Ankündigungen aber kaum etwas um, ja, verabschiedete gar Gesetze, die seinen Wahlkampf-Slogans diametral widersprachen. Viele Charaktere aus der Musik- und Filmbranche unterstützten Obama während seines Wahlkampfes und fühlen sich nun betrogen – Clooney ist wohl einer von ihnen.

Auch “The Ideas of March” erzählt von Verrat, Idealismus, Korruption und der dunklen, verführerischen und verbiegenden Kraft der Macht. Meyer muss im Vorfeld der Vorwahlen von Ohio feststellen, dass sein Idol und Held Morris alles andere als ein moralischer, konsequenter und unbestechlicher Politiker ist. Los geht es mit Affären mit Praktikantinnen, schließlich wird Morris völlig unterlaufen und korrupt. Seine eigene Eitelkeit, sein Ehrgeiz und seine überzogenen Ansprüche lassen ihn scheitern und zum schmuddeligen, kaufbaren Politiker abstumpfen.

Das Dickicht aus Intrigen und Wahlkampf-Psychologien ist für einen Amerikaner sicherlich spannender anzusehen als für einen Deutschen – vor allem, da es Clooney nicht gelingt, das Drama aufregend zu inszenieren. “The Idles Of March” ist ein soilder Film, nicht mehr und nicht weniger. Die Message des Streifens steht in aufklärerischer Tradition. Vielleicht vermag dieser Film so manchem Amerikaner die Augen zu öffnen: Sapere aude – habt Mut euch euren eigenes Verstandes zu bedienen und glaubt den Politikern nicht einfach alles!

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