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Unser Favorit war eindeutig der Gruselfilm “Paranormal Activity 3″. Mit dem ersten Streifen ”Paranormal Activity” ist es dem US-amerikanisch-israelischen Filmemacher Oren Peli schon im Jahr 2009 gelungen, einen Film mit einem Budget von 15.000 US-Dollar zu drehen und mehr als das Zehntausendfache einzuspielen. Ein Jahr wurde durch den zweiten Teil des Gruselfilms bewiesen, dass der Überraschungserfolg aus 2009 kein Ausrutscher war. In den USA ließ nun der dritte Streifen der Reihe die Kassen sogar kräftiger klingeln als seine zwei Vorgänger.
Mit “Paranormal Activity 3″ setzen die Macher die Handlung der zwei Vorgänger nicht fort. Stattdessen werden die Zuschauer durch im Keller gefundene VHS-Kassetten ins Jahr 1988 geführt, in die Kindheit der Schwestern Katie (Chloe Csengery) und Kristi (Jessica Tyler Brown), die den Zuschauern bereits aus den ersten beiden Teilen bekannt sind. Die beiden Mädchen leben gemeinsam mit ihrer Mutter Julie (Lauren Bittner) und deren neuem Partner Dennis (Christopher Nicholas Smith). Dennis verdient seine Brötchen als Macher von Hochzeitsvideos. Auch die Familie filmt er ziemlich häufig. In der Vergangenheit der Familie ging nicht alles mit rechten Dingen zu – immer wieder wurde der Frieden im Haus durch unerklärliche Schatten oder Knarren gestört. Auch der unsichtbare Freund der kleinen Kristi warf eine Menge Fragen auf. Deswegen beschloss der Vater damals, das Haus mit Kameras zu bestücken – in der Hoffnung, den Dingen auf den Grund zu gehen. Das Gruselkabinett ist also eröffnet!
Die Story bleibt recht dünn und wirft eher Fragen auf als sie zu beantworten. Dabei werden die Charaktere nur skizzenhaft dargestellt, die Hintergründe nur angedeutet. Genau wie auch seine Vorgänger bietet “Paranormal Activity 3″ den Zuschauern einen gut gemachten Geisterbahn-Horror. Die Mittel, die die beiden Regisseure Henry Joost und Ariel Schulman dazu einsetzen, sind recht einfach: Auf das genretypische Blutgemetzel hat man verzichtet. Stattdessen wird immer wieder von einer Überwachungskameraperspektive zur nächsten geschaltet, während die Zuschauer auf das nächste Auftauchen des Poltergeists warten. Dann werden endlich einige Schockmomente geliefert – durch eine rotierende Kamera, die Wohnzimmer und Küche im Wechsel erfasst. Dabei macht gerade die Plötzlichkeit der Ereignisse den besonderen Nervenkitzel aus.
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